Tschernobyl 40 Jahre danach – Reise ins nukleare Absurdistan

Tschernobyl

Am Dienstag, den 19. Mai ab 19 Uhr laden die Wasserburger Grünen zum Vortrag „Tschernobyl 40 Jahre danach – Reise ins nukleare Absurdistan“ in die Kinowerkstatt am Bahnhofsplatz ein.

Am 26. April 2026 jährte sich der Tag der Havarie im Atomkraftwerk Tschernobyl zum 40. Mal. Der Osteuropahistoriker Martin Pavlík durfte 2009 die evakuierte und abgesperrte 30-Kilometer-Zone um das Kraftwerk herum besuchen und nimmt uns bei seinem Bildvortrag mit auf die Reise in ein radioaktiv verseuchtes Terrain, das nicht nur für die Ukraine sondern für ganz Europa zum Symbol der Katastrophe wurde. Neben den Eigenheiten dieses Gebietes werden auch Fotos der legendären Geisterstadt Prypjat‘ und des so genannten „Sarkophags“ präsentiert. Die atomaren Renaissance-Bestrebungen in Europa und der russische Angriffskrieg, bei dem auch der zwei Milliarden Euro teure „neue Sarkophag“ beschädigt wurde, zeigen die aktuelle Dimension des Themas.

Martin Pavlík m.a., (Dorfen/Wasserburg) hat von 2004-2010 Osteuropäischen Geschichte mit Schwerpunkt Ukraine, Slavistik und Politikwissenschaft in München und Bratislava studiert. 2006 veröffentlichte er erstmals zum Thema Tschernobyl. Nach dem Studium trat er in den Eisenbahnbetriebsdienst als Zugführer ein und half 2022 im Rahmen von humanitären Sonderzügen ca. 10.000 Kriegsflüchtlinge von der Grenze nach Deutschland zu evakuieren.